Leisere Töne für Kinderohren

Idee:

Mit dem "SoundEar", einem elektronischen Ohr, werden Kinder auf zu lautes Reden und Lärm aufmerksam gemacht. Das SoundEar wird an Schulklassen ausgeliehen.

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Foto: www.soundear.de

Projektträger:

Agenda 21-Arbeitskreis "Die nächste Generation"
Kind und Umwelt e.V.
Agenda 21-Büro Freiburg

Beteiligte Akteure:

Lehrerinnen und Lehrer

Zielgruppe

Kinder in Grundschulklassen und Kindergärten

Ansprechpartner/in:

Elke Grosser

Link:

www.kum-freiburg.de

Stand:

April 2008

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Leisere Töne für Kinderohren (13kb, pdf)

 

Leisere Töne für Kinderohren

Ziel des Projektes ist es, dass Kinder mehr über die Sensibilität des Gehörs und seine Verletzlichkeit erfahren. Meldungen von Hörschädigungen bei jungen Menschen steigen kontinuierlich an. Hörschäden sind unheilbar, ganz gleich, ob sie plötzlich gekommen sind oder ob sie sich jahrelang entwickelt haben. Lärm ist ein Stressfaktor, der nicht nur dem Gehör, sondern auch den Funktionen des Körpers wie der Blutzirkulation und der Hormonbalance schadet. Untersuchungen belegen, dass die sprachlichen Fähigkeiten, die Konzentration und die Lernleistungen durch Lärm negativ beeinflusst werden. Das Thema Ohren und Gehör erfährt mit dem Sichtbarmachen der Lautstärken eine nachhaltige Resonanz und verbessert die Einstellung zu gesundheitsverträglichen Lautstärken.

Dass Kinder unter Lärm in der Klasse und im Kindergarten leiden, ist auch durch Berichte von Eltern bekannt. Um das Thema zu Visualisieren wurde unterschiedlichen Schulklassen ein so genanntes „SoundEar“ bzw. eine Lärm-Ampel ausgeliehen und anlässlich des Weltgesundheitstags vorgeführt. Nach einem Testlauf und einem großem Zeitungsbericht entstand bereits in der Anfangsphase des Projekts ein hohes Interesse und damit eine hohe Nachfrage nach dem „SoundEar“. So beteiligten sich bereits in den ersten drei Projektjahren 76 Pädagogen und ca. 2000 Kinder, überwiegend aus Grundschulen.

Um die Wartezeiten zu verkürzen wurden mit Unterstützung des Agenda 21-Büros Freiburg und dem Verein Kind und Umwelt zwei weitere projekteigene Geräte gekauft.

Die Resonanz verlief bisher äußerst positiv, die Kinder richteten sich nach kurzer Zeit nach den Ampelfarben, ermahnten sich untereinander und in den Klassen wurde es merklich ruhiger. Konzentriertes Arbeiten und die entspannte Lernatmosphäre gefiel den Kindern - Lehrerinnen und Lehrern konnten auf Ruhemahnungen gänzlich verzichten. Auch jeweils nach einem Jahr erinnern sich Kinder an die sichtbar gemachten Lautstärken. „Ihr seid zu laut, jetzt wäre es rot.“

Viele Schulen haben sich durch das Projekt überzeugt ein eigenes SoundEar zugelegt.

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