Energiecenter Afghanistan

Idee:

Elektrifizierung eines abgelegenen afghanischen Dorfes mit Hilfe von Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

 

Energiecenter

Foto: M. S. Achtari

Projektträger:

Afghan-Bedmoschk-Solar-Center e.V.

Beteiligte Akteure:

Haushalte, Industrie, Öffentliche Verwaltun
fesa e.V.

Zielgruppe

Dorfbewohner und Familien, insbesondere Frauen in Hausarbeit
Jugendliche (Ausbildungsmöglichkeit und
Multiplikator)

 

Ansprechpartnerin:

Dipl. Ing. Mohammad Sabur Achtari

Link:

www.afghan-solar.org

Stand:

April 2008

Download:

Energiecenter Afghanistan (65 kb, pdf)

 

„Energiecenter - Der Sprung ins 21. Jahrhundert“ – mit Sonne und Wind Energie in Afghanistan erzeugen“

Ziel des Projektes ist es, in bisher nicht elektrifizierten Dörfern in Afghanistan modellhaft Energiecenter mit alternativen Energien (Sonne, Wind) aufzubauen und mit einfachen technischen Geräten die täglichen Arbeiten wie Brot backen, Butter herstellen und Waschen zu ermöglichen. Dadurch sollen sowohl Ressourcen geschont (Holz) und Umweltver-schmutzungen (Waschen am Bach) vermieden werden.

Die Basis für dieses Projekt war der Bau von Energiestationen. Sie besteht aus 2 PV Modulen á 45 Watt und einem 100 Watt Windrad. Es wird mit den im Überfluss vorhandenen Ressourcen Sonne und/oder Wind Gleichstrom erzeugt. Dieser wird in einem Akku (Autobatterie) gespeichert. Mit dem erzeugtem Strom werden zwei für dieses Land und seine speziellen Probleme entwickelte Maschinen, nämlich eine Butterschlagmaschine und eine Waschmaschine betrieben, die die täglichen Arbeiten der Frauen erleichtern und gesundheitlichen Problemen Abhilfe schaffen sollen. Das Projekt wurde als Musterprojekt in abgelegenen Dörfern bei den Familien Mahbub, Gholam Hassan und Nauroz durchgeführt. 3 Solarstationen konnten durch die Förderung des Landes Baden-Württemberg und die Unterstützung des Freiburger Agenda 21 – Büros in Afghanistan installiert werden.

Durch diese Pionierarbeit, die Akzeptanz dieser Art von Energieerzeugung in der Bevölkerung und die einfache Bedienbarkeit der entwickelten robusten Maschinen ist mit Hilfe des Projektes eine solide Basis gefunden worden, um einerseits den Menschen das Leben zu erleichtern und andererseits einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz in Afghanistan zu leisten.

Besonders erfreulich ist es, dass Jugendliche, die diese Technologie gelernt haben, versuchen, ihr Wissen in anderen Dörfern einzusetzen und an andere Jugendliche weiterzugeben. Das Modellprojekt „Energiecenter“ soll in weiteren Dörfern verbreitet werden. Falls das gelingt, können dauerhaft Arbeitsplätze entstehen. Zudem wird die Anwendung erneuerbarer Energien eindrucksvoll demonstriert.

 

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