Stadtteildetektive

 

Idee:

Kinder erforschen und planen Ihren Stadtteil und machen konkrete Vorschläge zu dessen Verbesserung.

 

Stadtteildetektive

Foto: Stadt Freiburg

Projektträger:

Agenda 21-Arbeitskreis
"Die nächste Generation"
Kinderbüro Freiburg
Kind und Umwelt e.V.

Beteiligte Akteure:

Schülerinnen und Schüler aus den Stadtteilen,
Eltern,
Lehrerinnen und Lehrer,
Stadtverwaltung

Zielgruppe

Kinder zwischen 9 und 15 Jahren, aus Schulen und Jugendzentren

Ansprechpartner/in:

Elke Grosser,
Christa Zink

Link:

www.kum-freiburg.de

Stand:

April 2008

Download:

Stadtteildetektive (120 kb, pdf)


Stadtteildetektive

Ziele:

Untersuchung des eigenen Wohnumfeldes unter den Aspekten: Wo fühlen wir uns sicher und können frei spielen, wo lauern Gefahren und Unsicherheiten? Erleben von demokratischem Verhalten und Partizipation im Gemeinwesen.

Einführung:

Bewegung ist die Grundlage für eine gesunde Entwicklung von Kindern. Um Freude an Spiel und Herumstreifen zu haben, brauchen Kinder eine Stadt, die Plätze und Freiräume anbietet und die es ermöglicht, den Spielradius um das Elternhaus ungefährdet auszudehnen. Ein kindgerechter Stadtteil bietet Plätze und Orte, an denen Kinder sich treffen, austoben und neue Erfahrungen machen können. Nur so können Kinder physisch, psychisch und sozial gesund aufwachsen.

In diesem Projekt nehmen Kinder aus Schulen und Freizeiteinrichtungen ihren Stadtteil kritisch unter die Lupe berichten über ihre Ergebnisse und machen Vorschläge zur Verbesserung.

Durchführung des Projekts in vier Schritten:

  1. Vorbefragung mit Hilfe eines lustigen kindgerechten Befragungsheftes über tägliche Aktivitäten der Kinder drinnen und draußen sowie zu Schul- und Freizeitwegen. Elternbefragung zur Gesundheit ihrer Kinder.
  2. Detektivspiel: Kinder erkunden in kleinen Gruppen ihren Stadtteil, sie halten mit Fotos ihre Lieblingsplätze, Treffpunkte, Gruselorte und Gefahrenstellen fest und dokumentieren ihre täglichen Wege, auch die „Schleichwege“ auf einer Stadtteilkarte. Ausrüstung: Forscherkoffer mit großen Stadtteilplänen, Kamera, Stiften, Klebepunkten sowie Detektivmützen- und Buttons.
  3. Zusammenführung auf großem Stadtteilplan: Mit Unterstützung der zuständigen Pädagoginnen und Pädagogen werden die Ergebnisse mit farblichen Signalfähnchen gekennzeichnet und zu einer gemeinschaftlichen Gesamtübersicht zusammengefügt.
  4. Gemeinsame Stadtteilbegehung oder, je nach Entfernung „Erfahrung“ mit Rädern mit Vertretern der städtischer Verwaltung, des Gemeinderats, des Stadtteils und dem Bürgermeister. Kinder führen an die für sie relevanten Stellen und erläutern die jeweils problematische Situation dieser Punkte für die Bewohner.

Anschließend werden an einem gemeinsamen „Runden-Tisch“ Verbesserungsvorschläge besprochen, die schriftlich von den Ämtern kommentiert werden. Mindestens ein Vorschlag wird kurzfristig umgesetzt, die anderen in die Stadtteilplanung aufgenommen.

Umsetzung im gesamten Stadtgebiet

Geplant ist, alle Freiburger Stadtteile von den Kindern erforschen zu lassen. Bis heute wurden fünf Stadtteile untersucht, jährlich je einer im Frühjahr und einer im Herbst. Dabei beteiligten sich bisher 15 Klassen und 4 Jugendzentren mit ca. 500 Kindern. Angesprochen werden in jeder Schule des betroffenen Stadtteils die Lehrerinnen und Lehrer sowie Kinder der vierten Klassen. Am „Runden Tisch“ im Jugendzentrum vertraten Kinder souverän ihre Überlegungen und Forderungen. Inzwischen wird das Projekt parallel zu den Stadtteilkonferenzen (STEP) durchgeführt, so dass die Ergebnisse in die städtische Gesamtkonzeption einfließen.





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