Sonnenenergiewege

 

Idee:

Auf zwei rheinüberschreitenden Lehrwegen werden vorbildliche Stationen zu erneuerbaren Energien, Energiesparen und intelligenter Energienutzung vorgestellt. Dabei sollen Vorzeigebauprojekte im Bereich des Klimaschutzes in Form eines Lehrpfades verbunden werden.

 

Sonnenenergiewege

Grafik: ECOtrinova e.V.

rojektträger:

ECOtrinova e.V.

Beteiligte Akteure:

Bürgerinnen und Bürger, Vereine

Zielgruppe

Vereine, Bürgerinnen und Bürger,
Jugendliche, Fachbesucher,
Freizeitaktive, Touristen

Ansprechpartner/in:

Dr. Georg Löser

Link:

www.ecotrinova.de

Stand:

Oktober 2009

Download: Sonnenenergiewege (88 kb, pdf)

Projektziel ist es, Vorzeigeprojekte im Bereich des Klimaschutzes in Form eines Lehrpfades zu verbinden. Die ersten grenzüberschreitenden Sonnen-Energie-Wege sollen als Lehrpfad für Klimaschutz, Bildung und Tourismus virtuell und praktisch nutzbar sein. Hierzu werden zwei 80 km lange rheinüberschreitende Lehrwege mit unterschiedlichen Stationen zu erneuerbaren Energien, Energiesparen und intelligenter Energienutzung im Eurodistrikt Region Freiburg / Centre et Sud Alsace eingerichtet.

Bereits mit zwei grenzüberschreitenden Sonnen-Energie-Wegen füllt der Freiburger Verein ECOtrinova zusammen mit Partner-Vereinen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Schulen, Kommunen und mittelständischen Unternehmen der Region um Freiburg, Emmendingen, Colmar und Sélestat den Eurodistrikt Region Freiburg/Zentral-Elsass mit zukunftsweisenden Aktivitäten. 48 teils mehrteilige Stationen, hälftig auf deutscher und französischer Seite, stehen für Besichtigungen, Wanderungen, Touren und Ökotourismus zur Verfügung. Über 100 verschiedene vorbildliche Gebäude und kleine Kraftwerke zur Nutzung Erneuerbarer Energien und zum Energiesparen sind auf 48 Informationsblättern als pdf-Dateien mit vielen Farbfotos bei www.ecotrinova.de unter Projekte zweisprachig verfügbar. Mit beiden Wegen wird die vor Ort schon jetzt vielfach mögliche Energieversorgung ohne fossile und ohne Atomenergie aufgezeigt. Die Stationen der Sonnenwege können von Interessierten und Schulklassen mit oder ohne Führung bei Einzelstationen, auf Teilstrecken oder mehrtägig insgesamt besichtigt werden. Bei allen Stationen sind Adressen, Hinweise zur Kontaktaufnahme, zu besonderen Verhältnissen und zur Anfahrt auch mit öffentlichen Personenverkehrsmitteln angegeben.

In Kirchzarten sind Anlagen sowohl am Gymnasium als auch am Solar-Café Emporio zu sehen. In Freiburg findet man Stationen bei rund 20 Objekten und in Breisach unter anderem bei zwei Solar- und Nullenergiehäusern.

Beispiel Wentzinger Schulen in Freiburg: Hier hat der Verein Wentzsolar zusammen mit Schülerinnen und Schülern viel erreicht: Seit 1997 wurden über 360.000 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom produziert, 600.000 kWh Heizenergie und über eine Million kWh Strom eingespart. Es wurden 47 Kilowatt peak PV-Anlagen verschiedenster Typen und ein 1-kW-Windrad aufgebaut, sieben Sport-Solartage mit 3.200 SchülerInnen durchgeführt und 170 SchülerInnen zu Energiesprechern ausgebildet.

Der nördliche Weg führt von Bleibach mit dem Vorbild Wasserkraft Volk über Emmendingen und Teningen mit dem 10-teiligen Mühlenweg, Denzlingen mit dem Erasmus-Gymnasium, Gundelfingen mit Solar- und Energiesparhäusern, March-Holzhausen mit Blockheizkraftwerk im Löwen und Solardach des Sportheims nach Freiamt mit weit über 100 Prozent Strom aus Wind- und Wasserkraft, Biogas und Solarenergie. Weiter geht es über Kenzingen mit Solar-Gymnasium, Wyhl und Weisweil unter anderem mit Bürgergemeinschaftsanlagen des Fördervereins SolarRegio Kaiserstuhl sowie über Sasbach, dort mit vielfältiger Nutzung Erneuerbarer Energien beim Solarpionier Werner Mildebrath, ins Elsass. Im Elsass sind mehrere bei Wärme oder Strom meist vollständig mit Erneuerbaren Energien versorgte Neu- und Altbauten Teil des südlichen

Weges. In Colmar glänzen das mit zwei Solaranlagen ausgestattete Schwimmbad und ein Minimalenergie-Neubau mit Solarenergienutzung. In Kaysersberg ist es das mit Holzenergie und Solarwärme versorgte Wärmenetz beim Schwimmbad, in Labaroche das Holzmuseum mit der ersten Bürger-Solarstromanlage, in Orbey eine Niedrigenergie- Schule, in Pfaffenheim ein Öko- Winzer-Anwesen mit Solar- und Holznutzung und in Mittlach und Hachimette/Vogesen Kleinwasserkraft sowie in Vogelgrun kleine und verbesserungsbedürftige große Wasserkraft. Partner beim südlichen Weg sind unter anderem der Förderverein Energiesparen und Solarnutzung Dreisamtal, der fesa e.V., das Jugendparlament Oberrhein e.V. und mehrere Schulen. Elsässischer Hauptpartner ist der Verein Alter Alsace Energies, Lutterbach. Mehrfach wurden bestehende Lehrpfade aufgenommen, z. B. in Emmendingen, Freiamt, Freiburg und im Dreisamtal. Weitere lokale Wege entstehen z. B. in Weisweil und Wyhl. Das Umweltministerium (Landeswettbewerb Lokale Agenda), das Agenda-21-Büro Freiburg, die ECO-Stiftung sowie ECOtrinova e.V. und über 50 Ehrenamtliche unterstützten das von Georg Löser geleitete Vorhaben.

Geographisch sind zwei West-Ost-Wege vorhanden:

  • Raum Titisee-Neustadt - Höllental - Dreisamtal – Freiburg - Breisach / Colmar mit anschließenden Vogesentälern
  • Elztal – Waldkirch - Emmendingen – Sasbach a.K. / Sélestat mit anschließenden Vogesentälern