Stromsparen im Haushalt

 

Idee:

Interessierte Haushalte werden durch ehrenamtlich tätige Energieberater zu den Themen Strom- und Energiesparen beraten. Sowohl kurz- wie auch langfristige Einsparmöglichkeiten sollen dabei aufgezeigt und umgesetzt werden.

Im Mittelpunkt steht neben der direkten Beratung die Sensibilisierung für das Thema Stromkonsum sowie die Kommunikation.

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Fotos: B. Porzelius

Projektträger:

Agenda 21-Büro Freiburg

Beteiligte Akteure:

Agenda 21-Büro Freiburg,

Energieberater Herr Ingo Falk

Zielgruppe

Bürgerinnen und Bürger

Ansprechpartner/in

Bernd Porzelius

Materialien:

Energiesparlampen, Steckerleisten, Zeitschaltuhren

Link:

www.agenda21-freiburg.de

Laufzeit:

Dezember 2009 bis Februar 2010

Stand:

Februar 2010

Download: Stromsparen im Haushalt (623 kb, pdf)

Stromsparen im Haushalt

Hinter der Idee zur Aktion „Stromsparen im Haushalt“ stehen zwei grundsätzliche Überlegungen. Zum einen das Ziel den Stromverbrauch und damit direkt den CO2‑Verbrauch einzelner Haushalte zu senken, zum anderen das Grundprinzip des Agenda 21 Gedankens - Kommunikation mit den Haushalten. Die Aktion soll einen direkten Zugang zu den Haushalten ermöglichen und, unterlegt mit einer fachlichen Beratung, über die Problematik des Strom- und Energieverbrauchens  informieren. Zusätzlich zum direkten Ziel des Stromeinsparens und CO2-Senkens spielt also auch die Komponente „Fortbildung“ eine tragende Rolle.

Das Projekt konnte mit 15 teilnehmenden Haushalten vorerst in einer Pretest-Phase durchgeführt werden und soll nun mit den ausgewerteten Daten die Grundlage für ein Langzeitprojekt legen. Vermutet und später bestätigt wurde, dass eine Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf ressourcenschonenden Verbrauch von Strom ebenfalls Auswirkungen der Verhaltensänderung bzw. Sensibilisierung auf angrenzende Bereiche aufweist.

Alle Haushaltsberatungen wurden jeweils mit zwei Personen durchgeführt. Mit Herrn Falk konnte ein Experte gewonnen werden, der neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für das Agenda 21-Büro Freiburg und ECOtrinova auch hauptberuflich im Themenfeld der Energieeffizient tätig ist. Begleitet wurde Herr Falk von einem Mitarbeiter des Agenda 21-Büros. Die Dauer der Beratung in den Haushalten lag je nach Haushaltsgröße zwischen einer und zwei Stunden und beinhaltete neben der fachlichen Beratung einschließlich Verbrauchertipps auch den Einsatz von Messgeräten zur genauen Analyse des Stromverbrauchs. Mit Hilfe dieser Geräte konnte den Haushaltsmitgliedern Stromfresser und die Standby-Problematik aufgezeigt, aber auch Langzeitmessungen an Elektrogroßgeräten wie Kühlschränken, Gefriertruhen, Wachmaschinen etc. durchgeführt werden.

Dank der Unterstützung des Agenda 21-Büros war es möglich erste Potentiale direkt vor Ort zu heben. So wurden, wo sinnvoll einsetzbar Energiesparlampen eingedreht, Kippschalter und Zeitschaltuhren zwischengeschaltet oder einfach nur der Stecker gezogen. Weiteres Einsparpotential wurde den Haushalten beim Ablesetermin der Großgeräte – meist zwei bis vier Tage nach der eigentlichen Beratung, in Form einer Tabelle übergeben und erläutert. Die Einsparpotentiale zeigen hierbei eine Art Ideallösung des betreffenden Haushaltes und berechnen den möglichen Stromverbrauch z.B. auf der Grundlage empfohlener Verhaltensänderungen.

Ergebnisse:

Die ausgewerteten Datensätze zeigen ein breit gefächertes Spektrum sowohl im individuellen Verbrauch der Freiburger Bürger als auch bei den sich daraus ergebenden Einsparpotentialen. Im Durchschnitt war es möglich bereits während des Termins durch die Beratung und die dabei eingesetzten Materialien Einsparungen von 11% zu erreichen. Die Spanne reicht dabei von nur 3,1% bis hin zu 25% Einsparung.

Nach wie vor ist ein großer Faktor bei möglichen Einsparungen der Wechsel auf Energiesparlampen und dem Einsatz von Kippsteckern bzw. Zeitschaltuhren. Legt man die jeweiligen Strompreise der beteiligten Haushalte zugrunde ergibt sich ein Sparpotential von durchschnittlich 43,- Euro (Maximum: 113,- Euro; Minimum: 9,- Euro). Pro Haushalt konnten so im Schnitt 116kg CO2 (Maximum: 295kg; Minimum: 25kg) eingespart werden.

Deutlicher fällt das Einsparpotential aus, würden weitere Empfehlungen und kleinere bis langfristige Investitionen vor allem in Elektrogeräte und Leuchtsysteme umgesetzt werden. Hier erreicht die maximale Einsparmöglichkeit sogar über 56% des aktuellen Verbrauchs, der Durchschnitt liegt bei 41% (Minimum: knapp 25%). Umgerechnet in Geldeinheiten ergibt dies im Mittel Einsparungen von 158,- Euro (Minimum: 74,- Euro; Maximum: 305,- Euro) bzw. in CO2 435kg (Minimum: 208kg; Maximum: 874kg).

Als der mit Abstand größte Einzelposten kann der Kühlschrank bzw. Kühl- und Gefriergeräte gesehen werden – rund 12% des gesamten Stromverbrauchs (Minimum: 3%; Maximum: 38%) könnten durch ein neues Gerät eingespart werden. Hinter den Kühlgeräten finden sich vor allem die Leuchtsysteme auf den vorderen Plätzen und bieten somit hohes Potential zum Stromsparen.

 


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