Solare Küche für Jamhuriat

Idee:

Umstellung einer Schulküche in Kabul auf Solarbetrieb

Kche_Jamhuriat

 

Projektträger:

Afghan-Bedmoschk-Solar-Center e.V.
ABS e.V.

Beteiligte Akteure:

Solare Brücke e.V:, ISES-international, GTZ-EON, DAI e.V.,
Zukunftsstiftung Entwicklungshilfe, Friedensinitiative-Nuttoln, GTZ-Migration, Agenda 21 Büro, Ulog-Freiburg, Watt Fair,
Lions Club, ZONTA Club-Bad Säckingen

Zielgruppe

Jamhuriat Wirtschaftsgymnasium

Ansprechpartner/in:

Dipl.-Ing. Mohammad Sabur Achtari

Link:

www.afghan-solar.org

Stand:

Juli 2010

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Solare Küche für Jamhuriat (34kb, pdf)

 

Solare Küche für Jamhuriat

Das Jamhuriat Gymnasium wurde 1957 als Lycée Bilqis gegründet. Heute umfasst das Mädchen-Wirtschaftsgymnasium (WG), Jamhuriat 12 Klassenstufen mit ca. 1.300 Schülerinnen.

In einer großen Küche bereitete der Koch mit 2 Helfern in riesigen Töpfen das Essen für ca. 700 Schülerinnen zu. Gekocht wurde mit Holz und ergänzend mit Gas. Täglich gibt es Reis und Fladenbrot, dazu dreimal pro Woche Hülsenfrüchte, einmal Kartoffeln, einmal Gemüse. Fleisch wurde aus Preisgründen vom Speiseplan gestrichen. Abgesehen von den regelmäßigen notwendigen Ausgaben für Gas und Holz fällt hier besonders auf, welche Auswirkungen der monatliche Verbrauch von 1,6 Tonnen Holz auf das afghanische Ökosystem hat.

Ziel des Projekts war, die Schulküche auf Solarbetrieb umzustellen. Die solare Dampfküche im Jamhuriat Wirtschaftsgymnasium ist die erste solare Dampfanlage in Afghanistan. Der Bau der Anlage ist mit dem Transfer von „Know How“ verbunden, welches in Afghanistan bisher nicht vorhanden war. Der Transfer von Wissen an die örtliche Wirtschaft und das Personal der Schule waren ebenfalls wichtige Ziele des Projekts. Gründe für den Bau der Anlage sind Kostenersparnis beim Energieverbrauch, Gesundheitserhaltung des Küchen- und Schulpersonals, Schutz der Umwelt und des Waldes in Afghanistan und die Förderung der lokalen technischen Kapazitäten auf dem Gebiet der Nutzung von Sonnenenergie. Als Technik wurden Scheffler Reflektorspiegel ausgewählt, die bereits in Kabul hergestellt werden. Neben der Förderung der lokalen Wirtschaft wurde auch Personal der Schule ausgebildet, um mit der Technik vertraut zu sein und die Anlage warten zu können.

Das Projekt wurde in der Zeit von Mai 2008 – Juli 2010 erfolgreich umgesetzt. Heute werden in der Jamhuriat Mädchenschule das Essen mit dieser Anlage hergestellt und ausgegeben.

 

Dieses Projekt gewann den „Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg 2010“.

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